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So geht's

Degustation in fünf Schritten

Erfassen Sie die Daten des degustierten Weins in den Feldern am oberen Bildschirmrand, und gehen Sie die Kategorien der Reihe nach durch. Bei den Aromen können Sie zudem deren Intensität auswählen, sie wird sich in der Degunotiz widerspiegeln. Die Degunotiz am unteren Bildrand können Sie übrigens ganz einfach und schnell ändern: Klicken Sie dazu einfach auf den entsprechenden Begriff.

Und jetzt: 1. Beurteilen Sie den Wein zuerst mit Ihren Augen. Klarheit? Perlage? Oberfläche? Farbtönung und Farbtiefe?

  1. Jetzt prüfen Sie den Wein mit Ihrer Nase. Reintönigkeit? Intensität? Qualität? Dominieren blumige, würzige oder andere Noten? Suchen Sie auf keinen Fall krampfhaft nach Gerüchen, denn manchmal haben Weine ein einfaches, oft auch nichts sagendes Bukett. Es gibt aber auch Gewächse, bei denen Sie auf Anhieb Holzfässer, Blumen oder Fruchtaromen riechen werden.

  2. Beim nächsten Schritt kommt der Mund zum Zug. Erster Eindruck? Süsse? Säure? Gerbstoffe? Körper? Abgang?

  3. Zum Schluss fassen Sie Ihre Wahrnehmungen zu einem Gesamteindruck zusammen. Sind sie in Harmonie? Beschreiben Sie den Charakter des Weins, wiederum anhand der vorgeschlagenen Begriffe oder mit zunehmender Übung mit eigenen Fantasiebezeichnungen.

  4. Zur Benotung des Weins stehen unterschiedliche Skalen zur Verfügung. Ein mögliches Bewertungssystem ist die Vergabe von insgesamt 20 Punkten nach dem folgenden Schema: Aussehen: bis 3 Punkte Geruch: bis 6 Punkte Geschmack: bis 8 Punkte Gesamteindruck: bis 3 Punkte Total: 20 Punkte


Weinmerkmale

Wein ist ein Naturprodukt, abhängig von vielen Faktoren.

So kann ein Cabernet Sauvignon je nach Herkunft, Lage, Jahrgang, Verarbeitung, Lagerung usw. unterschiedlich schmecken.

Die Detailinformationen zu den Weinmerkmalen werden Sie oft auf die richtige Fährte führen.

Es gibt Merkmale, die klar auf eine Rebsorte, ein Gebiet oder eine Verarbeitungstechnik hinweisen. Andere geben Fingerzeige, deuten Möglichkeiten an, lassen sich jedoch nicht eindeutig interpretieren.


Voraussetzungen

Um eine erfolgreiche Verkostung durchzuführen, sollten Sie vor dem Start auf folgende Punkte achten:

Klarer Kopf

Degustieren beansprucht die ganze Empfindlichkeit Ihrer Sinne. Im ausgeruhten Zustand geht es besser.

Neutraler Gaumen

Die Geruchs- und Geschmacksnerven dürfen nicht durch ein vorgängiges Essen oder durch Zigarettenrauch erschöpft sein.

Richtige Zeit

Degustieren ist kein Akt der Hektik. Um den Zauber eines Weins zu ergründen, brauchen Sie genügend Zeit. Beste Tageszeit dazu: vor dem Mittag- oder Abendessen.

Ideales Umfeld

Die Luft muss frei von Fremdgerüchen sein. Für die optische Beurteilung des Weins brauchen Sie gutes Licht und ein weisses Tischtuch als Hintergrund.

Optimales Glas

Hände weg von farbigen Gläsern! Für die Degustation empfiehlt sich das genormte INAO-Glas. Es wird bis knapp zur breitesten Stelle mit etwa 40 bis 50 ml Wein gefüllt. Tipp: Vergleichen Sie zur Probe einmal den gleichen Wein aus verschiedenen Gläsern. Sie werden staunen, wie andersartig er schmeckt.

Der Wein

Massenweine eignen sich zum Üben des Degustationsvorgangs, geben jedoch in geschmacklicher Hinsicht meistens nicht viel her. Gute Qualitäten eröffnen neue Genusswelten. Probieren Sie Flaschen verschiedener Preiskategorien gleichzeitig, um den direkten Vergleich anzustellen.

Richtige Weintemperatur

Aroma und Geschmack entfalten sich je nach Temperatur anders. Wie warm ein Wein beim Trinken ist, spielt deshalb eine zentrale Rolle


Tipps und Tricks

Auch bei der Weindegustation entwickelt sich die Treffsicherheit erst nach einiger Übung.

Wichtig ist, dass Sie systematisch vorgehen und Ihre Sinne schärfen. Natur und Küche bieten unzählige Möglichkeiten, unsere oft verkümmerten Organe anzuregen und zu schulen.

Geschmacksvergleiche und wachsende Routine schaffen eine gute Basis für das sichere Verstehen eines Weins. Je grösser Ihr Erfahrungsschatz ist, desto freier werden Sie nach Ihren eigenen Massstäben Weinbeurteilungen vornehmen, unabhängig von Besserwissern und schönen Etiketten.

Lassen Sie sich den Spass am Weintrinken nicht durch Analysen und Gegenanalysen verderben. Spielerische Neugierde und die Freude am Kennenlernen neuer Tropfen sind die besten Voraussetzungen für rasche Fortschritte im Verkosten.

Wenn Sie den Degustationsablauf lieber anhand zweier A4-formatigen Verkostungsschemen trainieren möchten, empfehlen wir Ihnen, das dieser iPhone-Applikation zugrunde liegende Buch WEINE DEGUSTIEREN - LEICHT UND SPIELEND zu kaufen.